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Onlinegames und virtuelle Welten - nicht nur für Jugendliche eine Gefahr!

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Dieses Thema hat scheinbar die Gemüter erhitzt. Also mehr dazu, weil so viele nachgefragt haben. Speziell wurden wir auf zwei Spiele aufmerksam gemacht: Warcraft und Second Life.

Fangen wir doch mal mit Warcraft an. Übersetzt bedeutet das “Kriegshandwerk” oder “Kriegskunst”... das allein sagt eigentlich schon alles über den Inhalt dieses Spiels aus. Es handelt sich hier auch nicht um ein “neues” Spiel - im Gegenteil: Warcraft gehört schon fast zu den “Klassikern” und wurde schon 1990 entwickelt. Natürlich damals nicht mit der Animation wie wir sie heute kennen. Mit über 8 Millionen Spielern eines der “populärsten” Spiele... heißt es.

Handlung ist -wie kann es anders sein- der Kampf zwischen zwei Allianzen. Es treten Untote auf und andere finstere Gestalten, die an die alten Plattencover von der Heavy-Metal-Band IRON MAIDEN erinnern - Satan läßt grüßen! Der Hersteller zum  Spiel wirbt mit bildgewaltigen, realitätsnahen Trailern. Die Musik dazu könnte durchaus einer schwarzen Messe entstammen. Man vergisst sehr schnell, dass es sich “nur” um ein Spiel handelt - die Szenen setzen einen gefangen, allein schon aufgrund der Echtheit der Bilder. Warcraft findet man in den selben Kategorien wie “Herr der Ringe”, DaVinci Code oder “Fluch der Karibik” und steht unter dem Motto “lebe deine Phantasie”. Hm, heißt das die Phantasie unserer Kinder besteht aus Morden, Krieg führen und Untote bekämpfen???

Erstaunt finde ich am Ende der offiziellen Homepage den Hinweis der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle): freigegeben ab 12 Jahre! Nicht so die Erweiterung Warcraft II - die ist erst ab 16 freigegeben! Sinnvoll....  wird aber leider zu wenig ernst genommen.

Warum USK? Wo liegen die Gefahren bei diesem Spiel?

“Mitglied der Warcraft-Onlinecommunity spielte 190 Tage im Jahr” - Hallo? Ist das noch NORMAL? Wohl kaum. Hier sehen wir ganz deutlich das größte Problem an diesen Spielen: ONLINESUCHT oder SPIELSUCHT.
Spiele wie Warcraft üben auf manche Spieler einen unwiederstehlichen Reiz aus, welcher hauptsächlich darin besteht, dass sie eine zweite Welt gefunden haben, in der es ständig neues zu entdecken gibt und in der sie sich zu bedeutenden Persönlichkeiten hocharbeiten können. Die meisten Spieler können eine klare Trennlinie zwischen virtueller und wirklicher Welt ziehen, wissen, was Spiel, was Realität ist. Doch es gibt immer wieder Ausnahmefälle wie der oben genannte. Abhängige, die nur noch in der digitalen Welt existieren können und sich von der Aussenwelt abschotten.
Als besondere Risikogruppe gelten Menschen mit bereits bestehenden Abhängigkeiten sowie depressive oder narzißtische (selbstverliebte) Menschen, neben der sozialen Situation im Umfeld natürlich.
Sobald diese Menschen die ersten Erfolgserlebnisse in der digitalen Welt erleben, wird die trostlose Realität zur Nebensache. Soziale Kontakte werden nicht mehr gepflegt, Freunde verloren, Hygiene ignoriert, schließlich wird sogar nur noch wenig gegessen und geschlafen. Zusätzlich entstehen häufig hohe Kosten aufgrund der Spielgebühren.

Zwei Extremfälle als abschreckendes Beispiel :

Eine World of Warcraf Userin bereitete sich durch mehrtägiges am-Stück-spielen auf eine bevorstehende Quest vor, klagte bei ihren Onlinefreunden über Müdigkeit. Kurze Zeit später starb sie an Erschöpfung. Ein ähnliches Schicksal ereilte einen japanischen User - sein Herz versagte zuletzt.

Besonders tragisch diese Nachricht:
Ein koreanisches Paar wollte die 4 Monate alte Tochter für ein bis zwei Stunden allein zu Hause lassen, um im lokalen Internetcafé ein wenig World of Warcraft zu spielen. Doch das Spiel dauerte diesmal etwas länger. Als sie nach Hause kamen, lag das Kind verhungert auf dem Boden.

Unsinn? Aufgrund von Erschöpfung umgekippt ist keine Einzelmeldung!! Eine Meinung von einem anderen User lautete wie folgt:“Um bei WOW Erfolg zu haben muss man täglich 4-8 Stunden spielen - kein speichern - keine Pause!” - NIX Unsinn!!

Also, liebe Eltern, ihr Jugendlichen: Bevor ihr euch solche Spiele anschafft, erkundigt euch nach den Risiken. Klärt die Altersfreigabe und legt strenge Richtlinien fest, WIE LANGE gespielt werden darf. Spielsucht ist nicht zu verharmlosen!! Weder bei Kids noch bei Erwachsenen!!

Noch was zur USK: “Freigegeben ab 16” und Erwachsenenspiele (keine Jugendfreigabe) enthalten in der Regel Gewaltdarstellungen und können die Entwicklung ihres Kindes beeinträchtigen. Diese Spiele gehören nicht ins Kinderzimmer. (Original-Auszug aus der USK-Webseite). Mehr zu USK: HIER KLICKEN.

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