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Aha. Ein Psychologe hat es das Spiel Second Life als eine DROGE beschrieben - treffend wie mir scheint. “Second Life macht möglich, was uns im realen Leben versagt bleibt: wir können schöner, interessanter, reicher sein. Wir bauen unser Traumhaus, tragen dabei Designerklamotten und schwitzen noch nicht mal. Der Traum vom Fliegen und Beamen wird wahr. Wir können unserer Kreativität freien Lauf lassen. Endlich können wir das darstellen, was wir schon immer sein wollten.Ohne die gequälte Anstrengung der Realität können wir alles erreichen: Grenzen graziös überschreiten, physikalische Gesetze ignorieren und per Mausklick das virtuelle Leben ein- und ausschalten.”
Wahrscheinlich verhält es sich mit Second Life wie mit anderen Süchten: Glücksspiel, Drogen, Kauf- und Sexsucht bspw. Viele Menschen gehen einkaufen, haben Sex, waren mal im Casino oder experimentierten mit verbotenen Substanzen. Doch nicht alle davon entwickeln eine Abhängigkeit. Im Grossen und Ganzen wird es dann gefährlich, wenn das Konsumverhalten eine fast lebenswichtige Funktion bekommt.
Kriterien der Abhängigkeit
· Kontrollverlust im Umgang mit dem Konsum: Obwohl ich mir vorgenommen habe, nur noch am Wochenende für eine bestimmte Zeit zu spielen, halte ich mich nicht daran.
· Toleranzentwicklung: Ich spiele jetzt viel mehr als früher. Ich muss mich immer länger in SL aufhalten, um mich wieder gut zu fühlen.
· Körperliches Entzugssyndrom: Ich fühle mich schlecht und unwohl, wenn ich daran gehindert werde, SL zu spielen.
· Vernachlässigung beruflicher und sozialer Interessen: Weil ich mich so oft in SL aufhalte, gehe ich nicht mehr zur Schule oder zur Arbeit, vernachlässige meine Familie und Freunde.
· anhaltender Konsum trotz Nachweis eindeutiger Schäden: Obwohl ich bereits Schwierigkeiten mit meinem sozialen Umfeld aufgrund von meinem “Engagement” für SL habe oder vergesse zu essen und zu schlafen, muss ich immer wieder nach SL.
· Craving - der starke Wunsch oder Zwang zu konsumieren: Ich habe einfach das unbezähmbare Verlangen mich in SL rumzutreiben.
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