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Onlinegames und virtuelle Welten - nicht nur für Jugendliche eine Gefahr!

Hier also das zweite heiße Eisen: Second Life - unter Insidern nur SL genannt.
Was ist das eigentlich, worum geht es hier? Hier ein Auszug aus WIKIPEDIA zu diesem Thema:

Second Life  ist eine Internet-3D-Struktur für von Benutzern gestaltete virtuelle Welten, in der Menschen interagieren, spielen, Handel betreiben und anderweitig kommunizieren können. Das seit 2003 online verfügbare System hat inzwischen mehr als sieben Millionen registrierte Nutzer, von denen rund um die Uhr durchschnittlich zwischen 25.000 und 45.000 das System aktiv nutzen.

Durch die Einbindung einer virtuellen Währung (L$, Linden-Dollars), die in eine reale Währung US$ transferiert werden kann, ist Second Life auch in den realen Wirtschaftskreislauf eingebunden. Alle selbst erschaffenen und die meisten anderen Objekte innerhalb von Second Life können nach freiem Ermessen gehandelt werden. Zahlreiche reale Firmen sind daher bereits im Grid (gemeinschaftliche Infrastruktur) präsent. Wie im Internet allgemein zu beobachten, drängen sich jedoch mehr und mehr Glücksspiele und sexuelle Angebote in den Vordergrund.

Es gibt kostenfreie und kostenpflichtige Second-Life-Accounts. Der Unterschied zwischen den Accounts besteht vor allem darin, dass ein Spieler mit einem kostenfreien Account kein virtuelles Land (auf Mainland [Hauptkontinent]) kaufen kann, das zur dauerhaften Erstellung von umfangreichen Objekten wie Häusern und Landschaften benötigt wird und das gegenwärtig die bedeutendste Handelsware des Systems ist. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, bzw. ihnen steht ein eigenes „Grid“ (Teen Second Life) zur Verfügung.

Wie bei vielen MMORPGs (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game ) warnen Experten auch bei Second Life, eine übermäßige Teilnahme an dem virtuellen zweiten Leben berge die Gefahr einer Realitätsflucht. Unvorsichtige Nutzer könnten zudem durch den spielerischen Konsum vergessen, dass hinter ihren virtuellen Transaktionen in der Spielwelt durchaus reale Kosten stehen, welche schlimmstenfalls zu einer Verschuldung führen können.

Aha. Ein Psychologe hat es das Spiel Second Life als eine DROGE beschrieben - treffend wie mir scheint.
Second Life macht möglich, was uns im realen Leben versagt bleibt: wir können schöner, interessanter, reicher sein. Wir bauen unser Traumhaus, tragen dabei Designerklamotten und schwitzen noch nicht mal. Der Traum vom Fliegen und Beamen wird wahr. Wir können unserer Kreativität freien Lauf lassen. Endlich können wir das darstellen, was wir schon immer sein wollten.Ohne die gequälte Anstrengung der Realität können wir alles erreichen: Grenzen graziös überschreiten, physikalische Gesetze ignorieren und per Mausklick das virtuelle Leben ein- und ausschalten.”

Wahrscheinlich verhält es sich mit Second Life wie mit anderen Süchten: Glücksspiel, Drogen, Kauf- und Sexsucht bspw. Viele Menschen gehen einkaufen, haben Sex, waren mal im Casino oder experimentierten mit verbotenen Substanzen. Doch nicht alle davon entwickeln eine Abhängigkeit. Im Grossen und Ganzen wird es dann gefährlich, wenn das Konsumverhalten eine fast lebenswichtige Funktion bekommt.

Kriterien der Abhängigkeit

· Kontrollverlust im Umgang mit dem Konsum: Obwohl ich mir vorgenommen habe, nur noch am Wochenende für eine bestimmte Zeit zu spielen, halte ich mich nicht daran.

· Toleranzentwicklung: Ich spiele jetzt viel mehr als früher. Ich muss mich immer länger in SL aufhalten, um mich wieder gut zu fühlen.

· Körperliches Entzugssyndrom: Ich fühle mich schlecht und unwohl, wenn ich daran gehindert werde, SL zu spielen.

· Vernachlässigung beruflicher und sozialer Interessen: Weil ich mich so oft in SL aufhalte, gehe ich nicht mehr zur Schule oder zur Arbeit, vernachlässige meine Familie und Freunde.

· anhaltender Konsum trotz Nachweis eindeutiger Schäden: Obwohl ich bereits Schwierigkeiten mit meinem sozialen Umfeld aufgrund von meinem “Engagement” für SL habe oder vergesse zu essen und zu schlafen, muss ich immer wieder nach SL.

· Craving - der starke Wunsch oder Zwang zu konsumieren: Ich habe einfach das unbezähmbare Verlangen mich in SL rumzutreiben.

Spiele dieser Art erzeugen über kurz oder lang ein Abhängigkeitsgefühl. Sie denken, Second Life ist ja nur für Erwachsene? Betrachten Sie doch mal das so beliebte Spiel SIMS, welches Ihr Kind bestimmt auch schon gespielt hat??? Wo liegt da der Unterschied.... Beobachten Sie daher eingehend das Spielverhalten Ihrer Kinder und greifen Sie rechtzeitig ein, bevor es zu einem SUCHTPROBLEM wird.

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