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Definition gemäß Wikipedia: Allgemeine Geschäftsbedingungen (abgekürzt „AGB“, nicht-standardsprachlich auch oft „AGBs“,„AGB's“ oder „AGBen“) sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (der Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt. Dabei ist es gleichgültig, ob die Bestimmung einen äußerlich gesonderten Bestandteil des Vertrags (umgangssprachlich „das Kleingedruckte“ genannt) bilden oder in die Vertragsurkunde selbst aufgenommen werden. Ebenso ist für die Qualifizierung als Allgemeine Geschäftsbedingungen ohne Bedeutung, "welchen Umfang sie haben, in welcher Schriftart sie verfasst sind und welche Form der Vertrag hat."Allerdings gibt es Einschränkungen. Auf den allgemeinen Geschäftsbedingungen muss zum Beispiel nicht nur deutlich hingewiesen werden, es dürfen in den AGB auch grundsätzlich keine von der wesentlichen Erwartung abweichenden Regelungen getroffenen werden.

Soviel dazu, was das Lexikon sagt. Die PRAXIS sieht leider so aus, dass gerade ahnungslose Kinder und Jugendliche Verträge im Internet abschliessen ohne sich um AGBs zu kümmern. Ratlose Eltern bekommen Rechnungen über die “Ausflüge” ihrer Kinder im Netz und - was noch schlimmer ist - zahlen oft schockiert ohne vorher zu klären, ob die Rechnungsstellung überhaupt rechtens war!!

Gratis-SMS, Gewinnspiele, kostenlose Warenproben, Hausaufgaben-Angebote, Klingeltöne fürs Handy - überall lauern sie: die Kostenfallen!! Meistens steckt dahinter dann ein langfristiges Abo, ein kostenpflichtiger Vertrag, versteckte Kosten.

Kinder sind leider das begehrte Ziel, denn sie überlesen gern und leicht das Kleingedruckte. Teils fehlt einfach das Wissen, das man sowas lesen muss, teils ist es auch die Ungeduld etwas GLEICH und SOFORT zu wollen und nicht erst ewig lang AGBs lesen zu müssen.

AGBs sind wichtig und sinnvoll - doch leider allzu oft eben auch unfair und mit teuren Verpflichtungen bestückt. Wurde erst etwas abgeschlossen und haben die Eltern dann eine hohe Rechnung in der Hand, wird aus Unsicherheit, mangelndem Wissen wie es rechtlich aussieht oder schlichtweg aus Angst vor weiteren Mahnungen übereilt gezahlt.
Bitte beachten Sie folgendes:

-Kinder, die das 7. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind GESCHÄFTSUNFÄHIG.
-Minderjährige von 7-17 können nur mit Zustimmung ihrer Eltern Geschäfte abschließen. - Ein Vertrag, zu dem die Eltern nicht zugestimmt haben (weder vor- noch nachher) ist UNWIRKSAM!
-Der Taschengeldparagraph gilt nicht für größere Geschäfte (ist z.b. für Süßes im Laden wirksam) und erst recht nicht für Abos!
-Sie haben ein 14-tägiges WIDERRUFSRECHT !!Binnen 14 Tagen können Sie Verträge kündigen oder Ware zurücksenden.
-Hat ihr Kind beim Vertragsabschluß ein falsches Alter angegeben, brauchen Sie keine Anzeige wegen Betrugs erwarten, denn Kinder unter 14 sind nicht strafmündig.

Was tun, wenn ihr Kind doch einen Vertrag abgeschlossen hat?

So verhalten Sie sich richtig, wenn ihr Kind auf ein Lockangebot hereingefallen ist und Web-Nepper Forderungen stellen:
• Ruhe bewahren, überteuerte Rechnungen nicht bezahlen.
• Hinterfragen Sie die Rechtmäßigkeit der Forderungen und informieren Sie sich.
• Teilen Sie schriftlich mit, dass kein Vertrag zustande gekommen ist und sie die Zahlung sowie Ihre Zustimmung zum Vertrag als Sorgeberechtigter verweigern. Musterschreiben gibt’s im Internet (siehe unten).
• Zusätzlich sollten Sie den Widerruf des Vertrags erklären, sowie ihn wegen Irrtums anfechten. Da diese beiden Aussagen implizieren, dass tatsächlich ein Vertrag zustande gekommen ist, verwenden Sie unbedingt den Begriff 'hilfsweise' oder 'vorsorglich'.
• Ein dickes Fell beweisen, alle weiteren Drohbriefe ignorieren.
Erst wenn Sie ein gerichtlicher Mahnbescheid erreicht, sollten Sie Widerspruch einlegen und einen Anwalt einschalten. Aber keine Sorge, da die Anbieter wenig klagefreudig sind, dürfte es nicht dazu kommen!

Hier findet man Hilfe und Informationen zu diesem Thema:

www.internet-abc.de
http://www.klicksafe.de/schmutz/dialer.php
http://www.bsi-fuer-buerger.de/abzocker/05_02.htm
http://www.vzbv.de/mediapics/kostenfallen_im_internet_2007.pdf
http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/computer/2006/01385/

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